Wirtschaftskreislauf Umwelt

Der Klimawandel gilt als das herausragende Thema des 21. Jahrhunderts und hat vielfältige Auswirkungen auf Ökologie, Ökonomie und das allgemeine Zusammenleben. Bekanntlich sind die durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen Hauptursache für den deutlichen und rasanten Temperaturanstieg. Für die Volkswirtschaften und Gesellschaften sind demnach schwerwiegende Folgen zu erwarten, sollte die globale Erwärmung nicht zügig reguliert werden können. Ohne stärkere Maßnahmen könnten sich die Kosten der Auswirkungen in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf insgesamt knapp 800 Milliarden Euro belaufen.

Um die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken und den Klimawandel aufzuhalten, müssen daher vielfältige Maßnahmen ergriffen werden. Ein Aspekt, der sowohl ökologisch als auch ökonomisch hochinteressant erscheint, ist die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy). Die Circular Economy beschreibt den Ansatz, einen vollständigen Kreislauf von Produkten und Ressourcen zu schaffen, der den Anspruch verfolgt, keine Rohstoff-, Nährstoff- und Wertverluste zuzulassen. Die Circular Economy soll Wirtschaftswachstum entkoppelt von Ressourcenverbrauch ermöglichen.

Besonders im Fokus stehen in Industrienationen die Gewinnung und Sicherung von Ressourcen aus nicht mehr benötigten Produkten. Zentraler Bestandteil der Circular Economy ist daher das Recycling von Abfällen beziehungsweise alten und/oder defekten Geräten wie eben Solarmodulen. Im Kern beruht die Circular Economy auf dem Effizienzprinzip, um den Verbrauch von Ressourcen für die Bereitstellung von Produkten oder Dienstleistungen zu minimieren. Die Circular Economy kann damit erhebliche Materialeinsparungen über alle Wertschöpfungsketten und Produktionsprozesse hinweg erzielen.